Grünes Licht für das Verkehrsschild
Grünpfeil – Verkehrsminister
überzeugt von Erfolgen in Salzgitter – Grüne Welle für eine verbesserte
Klimabilanz – Minister: Autofahrer müssen Regeln kennen – Die Kommunen sind
gefragt – Autofahrer reden mit
Salzgitter.
Grünes Licht für das Verkehrsschild Grünpfeil gibt das Land Niedersachsen. Verkehrsminister
Jörg Bode überzeugte sich heute von den ersten Erfolgen des Pilotprojektes der
Aktion „Ja zum Grünen Pfeil“ in Salzgitter: „Fünf neue Grünpfeile sind ein
wichtiger Schritt hin zu mehr intelligenten Verkehrslösungen, die Umwelt und
Mobilität bereichern.“ Jüngst hatte der Niedersächsische Landtag beschlossen, die
Anzahl der Ampelschilder zu erhöhen. Eine „grüne Welle“ neuer Verkehrsschilder
soll mittelfristig den Verkehr im Land Niedersachsen besser fließen lassen und
somit positiv zur Klimabilanz beitragen.
Das Projekt „Ja zum Grünen Pfeil“ ist
ein kleiner, aber höchst effizienter Beitrag zur Verbesserung des Verkehrsflusses
und damit zur signifikanten Reduktion der Emissionen im Straßenverkehr, weiß
Vizepräsident Karl-Heinz Bley vom Kfz-Landesver-band Niedersachsen-Bremen. Nach
Angaben des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes könnten nicht nur 600 Millionen
Liter Kraftstoff eingespart, sondern auch über 1,4 Millionen Tonnen CO2-Emissionen
jährlich vermieden werden, setzte man den Grünpfeil bundesweit überall dort ein,
wo immer er sicherheitsmäßig vertretbar ist. Allein in Niedersachsen mit rund
vier Millionen Pkw im Bestand errechne sich daraus eine verbesserte CO2-Bilanz
von nahezu 140 000 Tonnen.
Verkehrsminister Bode bestätigte,
dass auf diese Weise mit geringem Mitteleinsatz viele Vorteile erzielt werden,
sowohl für Autofahrer als auch für die Umwelt. Eine Studie im Auftrag des Bundesministeriums
habe verringerte Wartezeiten für
Rechtsabbieger an Grünpfeilkreuzungen von bis zu 60 Prozent bescheinigt und
negative Folgen mit Blick auf die Verkehrssicherheit verneint. Ziel müsse es
auch sein, ein größeres Verständnis für diese Regelung bei allen
Verkehrsteilnehmern auszulösen. Wer sich einer roten Ampel mit Grünpfeil nähere,
müsse an der Haltelinie stoppen. Er dürfe erst rechts abbiegen, wenn
Querverkehr und Fußgänger nicht gefährdet werden.
Als Vorsitzender des Verkehrsausschusses
hatte Bley Ende 2009 einen entsprechenden Beschluss im Niedersächsischen
Landtag erwirkt. „Die Entscheidung des Landtags soll den Grünpfeil stärker in
das Bewusstsein der Kommunen rücken“, so Bley wörtlich. Die kommunalen Verkehrsbehörden
seien dafür zuständig, neue Grünpfeile zu beschließen. Mit diesem Vorstoß ist
für das Deutsche Kfz-Gewerbe der Weg frei, dem Niedersächsischen Beispiel zu
folgen und in weiteren alten Bundesländern herbeizuführen, was in den neuen Ländern
bereits zum Verkehrsalltag gehört.
In der Aktion „Ja zum Grünen Pfeil“
rufen Kfz-Innungen gemeinsam mit Dekra und dem Automobilclub Verkehr (ACV) Autofahrer
dazu auf, neue Grünpfeile vorzuschlagen. Autofahrer könnten ihre Grünpfeile unter
anderem unter www.gruener-pfeil.de benennen. Gemeinsam mit dem örtlichen
Bürgerverein hatte Gerhard Kunze, Obermeister der Kfz-Innung Salzgitter, rund
30 Ideen bei der Stadt beantragt. Fünf neue Grüne Pfeile sind bereits Wirklichkeit.
An insgesamt 20 Kreuzungen der Stadt sorgt damit der Grünpfeil für freie Fahrt.